Hier findet ihr Übersetzungen und Lösungen aller Lektionen zu den Griechisch Schulbüchern Kairos und Kantharos.
Kairos 1 - Übersetzung Kapitel 48 - Als Tourist in Delphi
Kairos 1 - Übersetzung Kapitel 46 - Sinnloser Widerstand gegen einen Gott?
Dionysos führte die Frauen der Thebaner in so großen Wahnsinn, dass sie auf dem Kithairon Berg an den schlimmsten Orgien teilnahmen. Pentos aber, der König von Theben, erfuhr schlimmeres als dieses. Obwohl er dem neuen Gott sehr verhasst war, wollte er in Erfahrung bringen, was die Frauen wirklich und wahrhaftig machten. Nachdem er sich also klugerweise in Frauenkleider gehüllt hatte, fand er sich sehr schnell auf dem Kithairon ein. Dort aber setzte er sich in einen Baum, um das Geschehen genauer betrachten zu können. Aber er blieb nicht vor den Backchen verborgen und entkam nicht dem sehr schlimmen Tod. Denn er wurde äußerst schreckliche Weise in Stücke gerissen, von seiner rasenden Mutter, weil sie glaubte, dass er ein Tier sei. Daraus aber ist offenkundig, dass die Sterblichen viel schwächer sind als die Unsterblichen. Aber es ist nötig, dass der Schlechtere dem Besseren gehorcht.
Kairos 1 - Übersetzung Kapitel 45 - Eine Gottheit lässt ihrer nicht spotten
"Du bist nicht umsonst zu den Schiffen der Achaier gekommen, o König; denn ich habe mit euren Eltern den Helden Hektor erlöst, indem ich durch Geschenke und Überredung angespornt wurde. Aber nun gehört es sich, das Abendessen vorzubereiten. Denn auch Niobe, die Frau des Königs von Theben, erstrebte Speise, deren zwölf Kinder starben, sechs Töchter, sechs Söhne. Die einen erschoss Apollon, der einzige Sohn der Leto, indem er sie angriff wie ein Löwe Rinder, die anderen erschoss Artemis, die einzige Tochter Apolls. Denn Niobe wetteiferte mit Leto, weil sie sagte, diese in der Anzahl der Kinder zu übertreffen. Neun Tage lang waren die Leichen unbestattet, aber die Olympischen Götter bestatteten diese am zehnten. Wirklich damals wurde Niobe müde zu weinen und zerstörte Getreide. Schließlich aber wurde sie Stein im Berg Siphlos."
Kairos 1 - Übersetzung Kapitel 44 - "Die herrlichste Gestalt, die je auf Erden erschienen"
Kreon: "Warum hast du Polyneikes bestattet, den Feind der Stadt, indem du die Ordnung des Gesetzes überschreitest? Antigone: "Denn es war nicht Zeus, der dieses Gesetz aufstellte. Außerdem freuen sich die Unterweltsgötter über meine Handlungen. Kreon: "Es ist nötig, dass der, der beherrscht wird, dem Herrscher gehorcht." Antigone: "Ich gehorche der Macht der Götter, nicht deiner." Kreon: "Du bist von trotzigem Charakter und du hast Hochmut Uns gegenüber – es ist nicht verwunderlich; denn du stammst von Ödipus ab." Antigone: "Ist es Hochmut, seinen Bruder zu verehren?" Kreon: "Höre jetzt mein Urteil: Es ist nötig, dass du außerhalb der Stadt stirbst. Antigone: "Der Tod ist mir angenehm und ich halte den Hades für angenehm, wo Polyneikes mich erwartet. Denn wer auch immer unter vielen schlechten Menschen sein Leben führt, so wie ich, diesem ist zu sterben ein Gewinn."
Kairos 1 - Übersetzung Kapitel 43 - Niemand kann seinem Schicksal entgehen
"Du wirst durch die Hände deines Sohnes getötet werden und dein ganzes Haus wird geschädigt werden." Daher hoffte Laios, von dem Tod durch Besonnenheit befreit zu werden: Aber das Unglück wurde nicht abgewendet. Denn als er betrunken war, zeugte er ein Kind, das er auszusetzen befahl. Das aber wurde Ödipus genannt, nachdem es gerettet worden war, und, nachdem es dem Herrscher über die Korinther übergeben worden war, bei diesem aufgezogen. Als er an das Erwachsenenalter herangekommen war, war Ödipus denen, mit denen er zusammen war, an Kraft überlegen und einige warfen ihm aus Neid Untergeschobenheit vor. Daher sagte ihm der Gott in Delphi über seine eigene Abstammung, als er sich erkundigte: "Du wirst deinen Vater töten, danach wirst du deine Mutter heiraten." Nachdem er dieses gehört hatte, erschrak Ödipus und beschloss, von Korinth für immer fernzubleiben. Aber als er auf einem Wagen reiste, traf er in einer engen Gasse Laios, während er schnell auf einem Wagen fuhr. Dessen Herold befahl dem jungen Mann, aus dem Weg zu gehen. Also tötete Ödipus beide, weil er zornig war.
Kairos 1 - Übersetzung Kapitel 42 - Der Drachentöter
Einige der Leute mit Kadmos wurden geschickt, um Wasser von irgendeiner nahen Quelle für das Opfer vorzubereiten; die aber bewachte ein Drache, der für den Sohn des Ares gehalten wurde. Daher wurden viele der Gesandten von dem Tier getötet. Kadmos aber wurde verwirrt und geriet in so großen Zorn, dass von ihm der Drache in nicht langer Zeit getötet wurde. Danach aber wurde er von Athene überzeugt, die Zähne des Tieres am selben Ort zu verstreuen. Nach dieser Tat kamen tapfere Soldaten mit Waffen aus der Erde, die später die Gesäten genannt wurden. Dann, weil Kadmos eine Gefahr vermutete, warf er heimlich Steine auf sie. Weil die aber glaubten, dass sie voneinander beworfen wurden, wurden sie zu einer Schlacht aufgehetzt. Schließlich aber blieben die besten der Gesäten übrig, deren Nachkommen die Macht über die Thebaner erhielten.
Kairos 1 - Übersetzung Kapitel 41 - Das Recht des Stärkeren gilt nur im Tierreich
Ich werde den Richtern die Wahrheit mit diesem Mythos sagen: Ein Habicht raubte eine Nachtigall und trug den unglücklichen Vogel in Wolken über Berge hinaus. Die aber beklagte die schmerzlichen Leiden mit lauter Stimme. Daher sagte der Habicht: "Sei still. Denn es hält dich jetzt ein viel stärkerer. Denn im Geschlecht der Menschen erhältst du Ruhm durch die Schönheit deines Gesangs. Ich aber werde dich hinführen wohin ich will, du wirst auch mein Abendessen sein oder ich werde dich schonen. Unvernünftig ist, jeder der, obwohl er unterlegen ist, mit stärkeren streiten will. Denn dieser erhält niemals Sieg und erhält auch Schmerz." Dieses sprach der Habicht. Es ist für die Tiere und Vögel normal, einander zu essen, weil es für sie kein Recht gibt; den Menschen aber gibt Zeus Recht und Ehrfurcht.
Kairos 1 - Übersetzung Kapitel 40 - Der Isthmos von Korinth
Die Gegend von Korinth unterscheidet sich offensichtlich von allen anderen: denn die Stadt ist zufällig auf einer engen Stelle, die auch jetzt noch "Isthmos" genannt wird. Schon die Alten bemerkten, dass sie geeignet ist, die Fahrt um die Peloponnes abzukürzen, weil sie voll Gefahren ist. Wir haben gehört, dass Periander, einer der Sieben Weisen, der seine Zeit verbrachte, indem er sich um die Angelegenheiten Korinths kümmerte, befohlen hat, einen Schleifweg einzurichten, auf dem die Schiffe zwei oder drei Tage durch den Isthmos geschleift werden. Auf diesem Schleifweg verfolgte später auch Oktavian Antonius, der nach einem Kampf im Aktikon nach Ägypten schnell floh. Auch Nero befasste sich nicht unbemerkt von uns mit einem Kanal durch den Isthmos. Er wurde nicht müde sich zu bemühen, aber er vollendete es nicht.
Kairos 1 - Übersetzung Kapitel 39 - Was ist stärker: Emotion oder Verstand?
Nun werde ich allein diese Stadt verlassen, um ein trauriges Leben zu führen. O Kinder, ich werde euch nicht mehr mit diesen Augen sehen, ich werde euch nicht mehr spielen hören, ihr werdet nicht mehr mit mir zusammen sein, wenn ich alt bin, um mir zu helfen und jeden Mangel abzuwenden. Wehe, wehe, liebe Kinder, ich habe euch umsonst geboren. Aber was ist los? Wenn ich mich an diese Dinge erinnere, befällt mich ein unglaublicher Zorn. Ich zürne Iason und allen Korinthern sehr, weil sie mich entehren und mir schaden. Sie werden nicht aufhören, mich zu misshandeln, sie werden nicht einmal euch schonen. Aber ich bin nicht mehr fähig, diese Schmach zu ertragen. Ich werde alle Feinde mit schlimmster Rache bestrafen. Ich werde ihnen meine Kinder nicht überlassen. Ich weiß, dass ich schlimme Dinge ausführen werde, aber Wut ist stärker als alle Ratschläge.
Kairos 1 - Übersetzung Kapitel 38 - "Die Kraniche des Ibykos"
Ibykos traf auf unglückselige Verbrecher, als er Rhegion verlassen hatte und zu den Isthmien reiste. Diese aber töteten den Sänger, nachdem sie ihn verfolgt und ergriffen hatten, weil er in der Lyra, aber nicht mit dem Bogen erfahren war. Als Ibykos aber starb nahm er Kraniche am Himmel wahr. Und er sagte, wobei er die Hände ausstreckte: "O Kraniche, werdet mir Zeugen vor allen Menschen, nachdem ihr meinen schlimmen Tod gesehen habt." Die Verbrecher aber fanden sich nach Korinth ein, nachdem sie den ganzen Besitz des Sängers geraubt hatten. Dort aber sagten sie einander, als sie im Theater wieder Kraniche bemerkten: "Hast du etwa die Zeugen des Ibykos vergessen?" Aber während sie dieses sagten, blieben sie den in der Nähe sitzenden nicht verborgen. Und nicht viel später, nachdem die Kraniche sie überführt hatten, bestraften sie sie, weil sie einen Mann getötet hatten, der ja ein Freund des Apollon und der Musen war.
Kairos 1 - Übersetzung Kapitel 37 - Ein Mann trotzt Tod und Teufel
Sisyphos, als der Tod herbeikam, brachte feste Fesseln herbei, wobei er sagte: "Dieses Eisen wird nicht ausreichend sein, dich festzuhalten, weil du der Stärkste bist, obwohl es stark ist." Weil der Gott aber unvernünftig war und sich zu sehr über die Schmeichelei freute, war es Sisyphos möglich, ihm die Fesseln überzuwerfen. Der Gott aber war nicht imstande zu fliehen, bis Ares, weil Zeus es befahl, ihn befreite und ihm gestattete, Sisyphos in den Hades hinabzuführen. Aber auch damals gab Sisyphos keineswegs den Plänen der Unsterblichen nach, sondern überredete Merope, seine Frau, ihn nicht zu begraben. Daher war er fähig, mit Erlaubnis des Hades nach Korinth zurückzukehren, als ob er seine Frau bestrafen wolle. Danach aber fand er sich nicht mehr im Hades ein, aber er starb in Korinth als er schon ein alter Mann war.
Kairos 1 - Übersetzung Kapitel 36 - Handelt so ein weiser Mann?
Periandros schickte, nachdem er Tyrann geworden war, weil er noch unerfahren und furchtsam war, einen Boten zu Thrasybulos, den Herrscher Milets, da er erfahren wollte, wie irgendeiner als Tyrann sich vor Feinden im eigenen Haus hüten könne. Also nahm Thrasybulos den Herold zuerst auf, während er keinen brauchbaren Rat gab, aber dennoch führte er ihn zu irgendeinem Feld hinaus, während er sich über belanglose Dinge unterhielt. Er schnitt aber während des Gesprächs die hochragenden Ähren ab. Nach diesem aber kam der Herold nach Korinth zurück, obwohl er die Absicht des Thrasybulos nicht erkannte, die zugleich schändlich und klug war. Aber Periandros war der Sinn des Rates ganz klar, nachdem er das Geschehene erfahren hatte. Und sofort verfolgte und vertrieb er die vornehmen und reichen Korinther, die anderen aber tötete er, wie wenn sie einen Anschlag auf ihn planten.
Kairos 1 - Übersetzung Kapitel 35 - Wie viel wert ist ein sportlicher Sieg?
In irgendeinem Gedicht tadelte Xenophanes die damaligen Menschen, sowohl alte Männer als auch junge, mit folgenden Worten: "Warum verehrt ihr Athleten, die den Sieg davontragen, nachdem sie gekämpft haben, genauso wie die Götter? Ihr gewährt ihnen nicht ungern größte Ehre; ihr nehmt sie genau wie eure Herrscher auf, sie erhalten nicht nur Siegerkränze, sondern auch kunstvolle Geschenke, noch dazu sowohl Gold als auch Silber. Manchmal erhalten sie auch Ehrensitze im Theater. Aber in dieser Sache seid ihr sowohl unvernünftig und lächerlich als auch eines Lobes nicht würdig: Denn die Staatsverfassung wird weder durch die Siege der Athleten, noch durch ihren Ruhm dauerhaft sein, sondern eher durch das Wissen der Weisen und das Denken der Klugen. Wirklich meine Weisheit ist viel stärker als die Kraft der Athleten."
Kairos 1 - Übersetzung Kapitel 34 - Kein Zutritt für Frauen!
Wir erfahren von den Führern folgendes: Wenn die Olympischen Spiele stattfinden, versammeln sich viele Griechen, weil sie die Athleten ansehen wollen. Aber es ist möglich, sich nicht nur Sport und den Pferdewettkämpfen zu erfreuen, sondern auch den Rednern und Herolden zuzuhören, wenn sie nach dem Sieg streben. Aber in der sogenannten Altis werdet ihr Tempel bewundern, die die besten Handwerker fertig gestellt haben. Aber ein Gesetz besagt, Frauen vom Stadion auszuschließen, wo die Athleten sich nackt abmühen, indem sie kämpfen. Aber man sagt, dass irgendwann eine Frau bei den heiligen Wettkämpfen dabei war. Die Kampfrichter aber tadelten, als sie sie sahen: "Du bist unvernünftig und gottlos, weil du dich hier eingefunden hast. Es ist besser, dass du das Stadion verlässt. Die aber sagte als Antwort: "Nein, sondern ich bin vernünftig und berechtigt, teilzunehmen, weil ich sowohl zum Vater als auch zu Brüdern Olympiasieger habe und jetzt einen Sohn zu den Olympischen Spielen bringe."
Kairos 1 - Übersetzung Kapitel 33 - Herakles und die Ställe des Augias
Ich hörte von irgendeinem Redner folgendes: Es war nötig, dass Herakles die Ställe des Augias reinigt. Der aber zwang das Kind des Zeus, den Mist ganz nur mit den Händen wegzubringen. Man sagt aber, dass Augias, der große Rinderherden und viele Ziegen besaß, als Vater Helios hatte und als Mutter Naupiadame. Aus der Frau heraus wurde ihm ein Kind namens Phyleus geboren. Nachdem Augias aber in Gegenwart seines Sohnes Dank versprach, leitete Herakles den Fluss Alpheios durch die Ställe und vollendete so das Werk. Aber weil Augias keine Belohnung übergab, versammelte Herakles einige Männer und beendete die Königsherrschaft durch Krieg. Genau damals opferte er seinem Vater Zeus und führte die ersten Olympischen Spiele durch.
Kairos 1 - Übersetzung Kapitel 32 - Pelops und Oinomaos
Oinomaos hatte eine schöne Tochter, die Hippodameia genannt wurde. Aber als Oinomaos, indem er sich hatte weissagen lassen, erfuhr, dass sein Schwiegersohn ihn töten werde, ergriff ihn die Angst. Deshalb verkündete er: "Es ist nötig, dass der junge Mann, wer auch immer mein Schwiegersohn sein wird, mir im Wagenrennen überlegen ist." Er hoffte nämlich, so das Unglück abzuwenden, nachdem er auf der Rennbahn junge Männer getötet hätte. Pelops, der Sohn des Tantalos aber beschloss folgendes: "Indem ich Oinomaos überlegen bin, führe ich Hippodameia, die mir sehr am Herzen liegt, als Frau nach Hause und werde Herr über dieses Gebiet. Denn ich werde Myrtilos, den Wagenlenker des Oinomaos, mit Geschenken überzeugen, dass er mir ein Helfer ist." Und tatsächlich fiel Oinomaos im Wettkampf durch die List des Myrtilos aus dem Wagenkorb. Pelops aber bekam das Mädchen und die Königswürde, nachdem er ihn getötet hatte.
Kairos 1 - Übersetzung Kapitel 31 - Das Kultbild des Zeus in Olympia
Fremder: "Wie viele Götterbilder gibt es in diesem Tempel, wo sich so viele Menschen versammeln?" Reiseführer: "Viele, das größte aber ist in dem Tempel, wo Zeus verehrt wird." Fremder: "Wo ist der Tempel? Wie beschaffen ist jenes Götterbild und wer hat dieses hergestellt?" Reiseführer: "Hier ist der Tempel. Pheidias aber ist der Schöpfer des Götterbildes. Er formte den auf einem Thron sitzenden Zeus, so groß, dass er fast die Decke berührt und mit einer so großen Kunstfertigkeit, dass die Betrachter glauben, dass er lebendig sei. Aber alle, die ihn sehen, sagen, dass er so beschaffen sei, wie Homer sagt." Fremder: "Wann entstand dieses Götterbild? Woher stammte Pheidias?" Reiseführer: "Die Eleier ließen damals, als der Tempel schon erbaut war, Pheidias aus Athen kommen, woher viele gute Handwerker kommen."
Kairos 1 - Übersetzung Kapitel 30 - Das Zeusheiligtum in Olympia und die Olympischen Spiele
In dieser Gegend, die dem Zeus geweiht ist, wird alle vier Jahre ein großes Fest gefeiert, an dem die jungen Männer Zeus verehren, indem sie wetteifern. Aber vor den Wettkämpfen verkünden einige Boten, indem sie durch das ganze Land reisen, Frieden, den sie Waffenstillstand nennen. Danach aber versammeln sich hier alle, die sich sowohl um den Sieg, als auch um Ruhm bemühen wollen; aber sowohl Nichtgriechen als auch Sklaven ist es nicht erlaubt, bei den Wettkämpfen, deren guten Ruf man bewahren muss, dabei zu sein. Viele kommen auch zu diesem Stadion, in dem die Athleten mit viel Eifer kämpfen. Aber jeder, der den anderen überlegen ist, bekommt große Ehre und wird von den Bürgern bewundert. Glückselig ist, wem auch immer Zeus den Sieg gewährt.
Kairos 1 - Übersetzung Kapitel 29 - Werwölfe in Arkadien (und anderswo)
Welche Worte werden über jenen ehrwürdigen Altar gesagt? – Gemäß irgendeines Mythos brachte Lykon, irgendein böser Gewaltherrscher in Arkadien, irgendein Kind zu jenem Altar und opferte es. – Was genau erlebte Lykaon? – Einige sagen, dass er, nachdem er das Opfer durchgeführt hatte, sogleich ein Wolf anstatt eines Menschen wurde. – Welche Meinung hast du für deinen Teil über diese Sage? – Mich jedenfalls überzeugt die Geschichte. Denn früher wurde diese Strafe irgendwelchen Verbrechern zuteil. Aber dass hier und jetzt noch einige nach irgendeiner Opferung zu Wölfen werden, das lügen die Arkadier. – Der Historiker Herodot sagt allerdings, dass er von einigen Skythen erfahren habe, dass jeder von ihnen einmal im Jahr für wenige Tage zu einem Wolf werde.
Kairos 1 - Übersetzung Kapitel 28 - Irrungen Wirrungen
Man sagt, dass Auge, eine frühere Priesterin der Athene, nach langer Fahrt über das Meer und langer Reise über Land nach Teuthranien gekommen war. Dort nahm Teuthras, der Herrscher des Landes, sie anstatt einer Tochter auf. Über das Schicksal ihres Sohnes wird folgendes gesagt: Diesen säugte zuerst eine Hirschkuh, aber danach zogen ihn Ziegenhirten auf und nannten ihn Telephos. Der aber tötete später die Söhne des Aleos, weil er von jenen verhöhnt worden war. Nach diesem kam er nach Teuthranien, weil er die Wahrheit über seine Abstammung erfahren wollte und die Weissagung annahm. Genau hier vertrieb er Feinde aus dem Land und bekam so einen berühmten Ruf, sodass Teuthras die Absicht hatte, ihm Auge zur Hochzeit zu geben.